Auch Ärzte haben Anspruch auf Unterstützung! Ordinationen fahren wieder hoch – Ausgleichszahlungen erwünscht.

Viele Ärzte öffnen ihre Ordinationen wieder, um die Erstversorgung auf hohen Niveau weiterhin zu sichern. Nach langen, zähen und immer wieder formulierten Forderungen nach mehr Masken und Schutzanzügen, ist zumindest ein Großteil der Kassenärzte halbwegs versorgt. Denn abseits von Corona gilt: Alle anderen kranken Patienten haben Anspruch auf hochqualitative und in akuten Fällen sofortige Behandlung. Viele Ärzte haben in den vergangenen Wochen empfindliche Einkommensverluste ertragen. Sie haben wie alle anderen Berufe auch Anrecht auf Entschädigung. Das erscheint selbstverständlich.

Das wichtige aber ist: Ärzte müssen die Möglichkeit haben, sich selbst zu schützen und Patienten müssen alles dazu tun, andere Menschen nicht zu gefährden. Das heißt: jeder muss Masken tragen, weniger zum Eigenschutz als zum Fremdschutz.

Auch in den Krankenhäusern wird der Normalbetrieb langsam hochgefahren. Doch auch hier gilt: nur wenn es genügend Schutzmaßnahmen und Einrichtungen gibt. Die Pandemie ist noch lange nicht vorbei. Und gerade die Lockerungen der jüngsten Tage, vor allem aber die etwas missverständlichen Erlässe bei der Sportausübung lassen befürchten, dass die Zahl der Infektion steigt.

Wir müssen uns für eine zweite exponentielle Etappe wappnen. Trotz aller Verfügungen so viel zu Hause bleiben wie möglich, Abstand halten, Masken tragen, Versammlungen meiden.

Und es muss noch erst getestet werden. Österreich hat eine sehr geringe Durchseuchungsquote. Es ist zu vermuten, dass es deutlich mehr Infizierte gibt als angenommen. Das ist ein Gefahrenherd. Der rasch aufglüht, wenn die Distanzmaßnahmen gelockert werden, wenn die Mobilität steigt und direkte Menschenkontakte zunehmen.

Wir waren vor Leichtsinn und scheinbaren Zwischenerfolgen. Oberste Priorität ist nach wie vor Gesundheit, dann erst Ökonomie. Und das heißt: Besonderer Schutz für alle diejenigen, die in medizinischen Berufen tätig sind. Sonst müssen womöglich jene Ordinationen, welche die Basis der Erstversorgung sind, wieder schließen und Operationen und Therapien, die notwendig wären, verschoben werden . Das möchten wir nicht !

Deshalb: Sicherheitsmaßnahmen haben absoluten Vorrang.

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