Bleiben wir Zuhause. Verschieben wir Besuche. Verlegen wir die Feiertage in andere Zeiten.

Die Zahl der Neuinfektionen entwickelt sich  zwar nicht mehr so rasant wie im November, die Bereitschaft der Menschen, sich testen zu lassen, ist erfreulicherweise massiv gestiegen, der Impfstoff ist da. Dennoch gilt: Gerade in den kommenden zwei Wochen müssen wir disziplinierter sein denn je, trotz Pandemie-Müdigkeit und Weihnachtsverlockerungen. Nur so ist ein baldiges Ende des Tunnels absehbar.

Die Virusmutation führt offensichtlich zu verstärkter Infektionsgefahr, und das Virus kennt keine Grenzen. Es lässt sich nicht auf Großbritannien beschränken – trotz Grenzschließungen. Es gibt Stimmen , dass auch Kinder stärker als bisher betroffen sein könnte.

Bleiben wir Zuhause, so gut es geht. Tragen wir Masken in allen Innenräumen, zur Not auch in der eigenen Wohnung. Gehen wir einzeln an die frische Luft, oder zu zweit. Halten wir Abstand. Man muss nicht unbedingt auf Plätze, wo sich Menschen ansammeln, wie Skigebiete oder andere Freizeitzentren. Fahren Sie – obwohl es die Umwelt belastet – mit dem eigenen Auto, meiden sie alle Verkehrsmittel, in denen sich viele Menschen aufhalten.

Ab Sonntag gehen die Impfungen los, allein im 1.Quartal sollten wir an die 500.000 Einheiten erhalten. Damit können zumindest die besonders vulnerablen Menschen geimpft werden, und ein Großteil des medizinischen und pflegerischen Personals.

Wir müssen mit allen Kräften einen dritten exponentiellen Schub vermeiden – dieser droht bis weit in den März hinein. Aufgrund der Massentestungen besteht zumindest die Möglichkeit, dass so viele Menschen wie möglich rasch isoliert werden können und damit die Verbreitung eingedämmt wird. Damit wird auch contact-tracing besser funktionieren

Es muss aber allen bewusst sein, dass Testungen zumindest wöchentlich durchgeführt werden müssen. Die Routine ist mittlerweile gelernt, die Tests sind zudem kostennlos.

Was Not tut, ist eine dreifache Strategie: Regeln beachten, testen lassen, und zwar mehrfach und impfen. So lässt sich das Virus vielleicht rascher bändigen als gedacht.

Wobei: Sicherheit gibt es keine. Das Virus ist ungemein intelligent,  das wie ein Guerillakämpfer der laufend die Uniform ändert und die Position wechselt. Und dort auftaucht wo man es am wenigsten erwartet. Das soll und bewusst sein.

ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres
Präsident der Ärztekammer für Wien
Präsident der Österreichischen Ärztekammer

Die weibliche Form ist der männlichen Form in diesem Blog gleichgestellt; lediglich aus Gründen der Leseverständlichkeit wurde die männliche Form gewählt.

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