Danke für die geleistete Arbeit!

Es ist im letzten Jahr einiges geschehen – gerade im medizinischen Sektor. Wir durften wichtige Errungenschaften der modernen Medizin bejubeln, wurden aber gleichzeitig mit ganz neuen Problemen konfrontiert, mit denen so wohl kaum jemand gerechnet hat. Neue Erkenntnisse sind gut und waren schon immer Teil eines wissenschaftlichen Diskurses. Solange man von dieser wissenschaftlichen Basis nicht abrückt, werden neue Erkenntnisse immer dafür sorgen, dass wir besser auf die Herausforderungen der Zukunft reagieren können.

Mir ist allerdings bewusst, dass ein Rückblick in ruhigen Minuten auf das vergangene Jahr ein Luxus ist, den sich nicht alle nehmen können. Die Wiener Spitäler laufen nämlich weiterhin auf Hochbetrieb. Dieses so herausfordernde Jahr nimmt auch auf Feiertage keine Rücksicht. Ganz im Gegenteil. Von Ärztinnen und Ärzten in den Wiener Krankenhäusern wird nach wie vor erwartet, dass sie an ihre Belastungsgrenzen und darüber hinaus gehen. Diese enormen Leistungen kann man gar nicht hoch genug schätzen.
Gerade in dieser Zeit des Jahres haben sich wohl die Wenigsten freiwillig für ihren Dienst gemeldet. Wer wäre nicht lieber zuhause bei Familie und Freunden? Umso höher ist Ihr Einsatz, Ihr Dienst für die Patienten, wertzuschätzen. Mit ihren Leistungen sorgen die Wiener Ärzte dafür, dass sich niemand Sorgen machen muss. Sollte man einen Arzt brauchen, so wird in den Ambulanzen und auf den Stationen geholfen.

Durch die Bettenknappheit in den Spitälern ist in Wien garantiert, dass nur Patienten im Krankenhaus übernachten müssen, die diesen Platz auch dringend brauchen. Bedeutet, dass die diensthabenden Ärzte nicht nur voll ausgelastet und durch Covid19 Schutzmaßnahmen zusätzlich gefordert sind, sondern dass auch die Patienten betreuungsintensiv sind.
Nach unzähligen persönlichen Gesprächen und Beobachtungen in den vergangenen Jahren kann ich daher nur meine Bewunderung vor allen Ärzten ausdrücken, für die dies zum Alltag gehört.

Aus all diesen Gründen, und noch vielen mehr, möchte ich mich ganz herzlich bei jenen bedanken, die ihre eigenen Bedürfnisse hintanstellen und auch an den Feiertagen dafür sorgen, dass alle Wiener Patienten medizinisch bestens versorgt sind. Die Ärztekammer wird auch in Zukunft alles daransetzen, dass diese Leistung von den Dienstgebern ordentlich gewürdigt wird.

Natürlich gilt mein Dank auch allen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, die in diesem Ausnahmejahr organisatorisch und fachlich außergewöhnliches geleistet haben. Ich wünsche ihnen erholsame Feiertage und versichere, dass ihnen die Ärztekammer auch 2022 auf politischer Ebene und mit dem Bereitstellen der benötigten Materialen den Rücken stärken wird.

ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres
Präsident der Ärztekammer für Wien
Präsident der Österreichischen Ärztekammer

Die weibliche Form ist der männlichen Form in diesem Blog gleichgestellt; lediglich aus Gründen der Leseverständlichkeit wurde das generische Maskulinum gewählt.

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