Der Wahrheit ins Auge schauen! Man muss die Corona-Krise todernst nehmen. Verdrängen bringt nichts!!!

Weltweit steigen die Infektionskurven exponentiell. In Italien gibt es bereits mehr Tote als in China. Kalifornien hat Ausgangssperre verordnet. Österreichs Regierung leistet Vorbildhaftes. Und dennoch gibt es offensichtlich immer noch viele Menschen, welche die Bedrohung nicht ernst nehmen oder nicht begreifen wollen

Die Situation ist dramatisch. Dazu bedarf es keiner weiteren Worte. Der 1 Meter Abstand ist eine Norm, die nicht unterschritten werden darf. Sämtliche noch offene Geschäfte weisen seit Freitag früh eindringlich darauf hin. Das einzig richtige aber ist: Zuhause bleiben.

Es ist ein Akt der Nicht-Solidarität der Allgemeinheit gegenüber – und auch den vielen engagierten Ärzten, Pflegerinnen, Supermarktkassiererinnen etc. – wenn Menschen wie in den vergangenen Tagen sich zu Picknicks oder Familientreffen im Grünen treffen. Das ist fahrlässig und gehört auch zurecht bestraft.

Wir haben im Moment drei Prioritäten:

  • Schutz der ÄrztInnen und Pflegekräfte in den Spitälern und Ordinationen. Sonst kollabiert das System.

Es ist kontraproduktiv zu kritisieren, dass niedergelassene Ärzte ihre Praxis schließen. Sie reduzieren ja lediglich den Zugang zu den Ordinationen und sind am Telefon oder über elektronische Medien präsent. Ärzte müssen sich schützen, damit sie heilen und helfen können.

  • Vermeiden von Kontakten zwischen Menschen. Abstand halten ist der neue Anstand. Und den sollten, ja müssen wir bewahren.
  • Alle Hygienevorschriften überkorrekt einhalten. Und am besten täglich Fieber messen.

Wenn wir erreichen wollen, dass sich die Kurve in ein oder zwei Wochen signifikant abflacht, müssen wir alle konsequent sein.

Ich begrüße auch die Verordnung, die in den nächsten Tagen kommen wird, nach der auch Ärzte, die gewissermaßen freigestellt sind, weil Rehab-Zentren oder Kurhäuser schließen, zu Corona-Dienste erbringen sollen. Wir müssen jetzt alle medizinischen Kräfte bündeln und Prioritäten setzen. Danke an die Kollegen und Kolleginnen.

Alle planbaren Operationen verschieben, Routinetätigkeiten, wie das Verschreiben von Medikamenten, elektronisch erledigen und Telemedizin forcieren, solange Krisenbetrieb herrscht.

Und wir brauchen Schutzbekleidung, OP- und Sicherheitsmasken. Dazu ist die gesamte Textilwirtschaft aufgerufen, die erfreulicherweise bereit ist, ihre Kapazitäten umzustellen.

Aber eines muss mittlerweile allen klar sein: Ohne Disziplin und Beachtung der Anordnungen geht nichts.

Jeder ist Gefährder und Gefährdeter zugleich.

 

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1 Kommentar

  1. Veröffentlich von Dr. Hilbe Wolfgang am März 20, 2020 um 12:47 pm

    Auch Schutz der Apotheken sollte erwähnt werden.

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