Die Kurve so flach wie möglich halten! Radikalmassnahmen zur Sicherung der Gesundheitsversorgung.Daheim bleiben!!!!

 

Daheim bleiben. Die älteren Menschen schützen. Ärzte und Pflegepersonal entlasten : Arzt- Konsultationen via Telefon, Rezepte per E-Mail und scann oder sms, radikaler Stopp der Krankenhaus besuche. Und konsequentere Hygiene Maßnahmen denn je. Nur so können italienische Verhältnisse vermieden werden

Das Virus ist in allen europäischen Ländern angekommen und vermehrt sich exponentiell schnell: täglich Tausend Neuinfizierzte in Spanien, knapp 900 in Frankreich und tausende in den USA, wenn man Experten glauben schenken kann. Angesichts eines quasi nicht vorhandenem öffentlichen Gesundheitssystems wohl die größte Bedrohung.

Da es weder ein Medikament noch eine Impfung gegen Corona gibt, muss man sich selbst so gut wie möglich schützen. Und das heißt isolieren.

Wir müssen uns bewusst werden, dass es zwei besonders gefährdete Berufsgruppen gibt : Ärzte und Pflegekräfte. Wenn sie massenhaft infiziert werden, bricht unser System zusammen. Deshalb: Möglichst kein Kontakt zu Ärzten, keine Ordinationsbesuche. Nutzen der digitalen Tools: von mail über skype bis sms und whatsapp. Auch kein Kontakt zu Angehörigen dieser Zielgruppe.

Und es gibt spezifische Krisenregionen: Das sind vor allem die Wintersportgebiete, die signifikant viele italienische Urlauber hatten. Es ist gut, dass verfügt wurde, österreichweit die Schisaison zu beenden. Nach dem Fall Heiligenblut hat auch Kärnten nachgezogen. Und  das sind die Ballungszentren, in denen das öffentliche Leben rigoros zurückgefahren werden muß.

Das radikale Schließen derHandels- Geschäfte schadet der Wirtschaft  wahrscheinlich nicht wesentlich weniger  stark,   wie wenn sie geöffnet blieben : Die Nachfrage ist gewaltig gesunkene.

Ärzte und PflegerInnen benötigen auch Ruhepausen und müssen besondere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Man muss verhindern, dass wie in einem Fall in der Steiermark Krankenhäuser geschlossen werden.

Die Stadt Wien hat vorsorgend die Messehallen als „Notbettenstation“ eingerichtet. Das kann einiges abfedern, denn Corona-Infizierte müssen von anderen Patienten abgesondert werden.

Die öffentlichen Verkehrsmittel stellen auf „Ferienmodus „ um, das heißt, die Intervalle werden gestreckt. Das ist wichtig. Wo immer man kann soll man Öffis meiden. Deshalb: Zuhause bleiben . Nicht hamstern – Angst vor m Verhungern muss niemand haben.

Die notwendige Infrastruktur wird ohnehin aufrechterhalten: Apotheken, allerdings mit Warteschlangen und kontrolliertem Einlass, bleiben geöffnet, ebenso die wichtigsten Ämter und Behörden, wenn auch eingeschränkt.

Wir alle müssen umdenken, neu lernen, unser Verhalten ändern. Das kann auch für die Zukunft positive Konsequenzen haben. Niemand wird in Zukunft Vorsorge und Prävention unterschätzen. Und die Gesundheitsbudgets werden hoffentlich deutlich erhöht. So deutlich, dass für den worst case genügend Ressourcen da sind.

Posted in

1 Kommentar

  1. Veröffentlich von ddr. gertraud haubenberger-praml am März 14, 2020 um 4:27 pm

    lieber herr prof. szekeres, vielen dank für diesen blogeintrag. ich sehe das genau so wie sie. als zahnärztin wäre meine frage an sie, wie sehen sie unser tätigkeitsfeld in den kommenden wochen? unser berufsstand ist ja bekanntlich massiv den aerosolen ausgesetzt, leider sind wir im niedergelassenen bereich (selbst der normale mundschutz ist oder wird bereits mangelware) nicht dafür ausgerüstet. viele meiner kolleginnen und kollegen sind sehr verunsichert. es gibt keine weisung der zahnärztekammer oder krankenkassen. schließlich geht es nicht nur um unser wohl, sondern auch um das der patienten, unserer angestellten und natürlich auch um unsere familien. mit kollegialen grüßen, ddr. gertraud haubenberger-praml

Hinterlassen Sie einen Kommentar