Die Wiener Ärzteschaft hilft Ukrainern

Es sind dramatische Bilder, die uns aus der Ukraine erreichen. Weniger als 600 Kilometer von Wien entfernt ist das Unvorstellbare eingetreten: Es tobt wieder ein Krieg in Europa.

Die ersten Flüchtlinge sind bereits in Österreich eingetroffen. Die Wiener Ärztekammer hat sofort reagiert und Kolleginnen und Kollegen melden sich bereits, um diese Menschen medizinisch entsprechend zu betreuen.

Schon 2015, nach den Flüchtlingsankünften ausgelöst durch den Krieg in Syrien, war die Hilfsbereitschaft der Wiener Ärzteschaft beeindruckend. Es wird auch jetzt wieder so sein, davon bin ich überzeugt.

Gleichzeitig haben wir als Österreichische Ärztekammer die Pharmig, den Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs, dazu animiert Medikamente für die Ukraine zur Verfügung zu stellen. Was nun wohl auch passieren wird.

Ein außergewöhnlicher Vorschlag zu helfen, erreichte mich aber von meiner jungen Kollegin Lisa Leutgeb. Sie schlug mir am Abend des 01. März vor, dass eine Spende durch ein demokratisches Zeichen eigentlich genau die richtige Antwort auf den Angriff Russlands wäre.

Ihre Idee ist, dass sich die Wiener Ärztekammer bei der anstehenden Wahl (Briefwahl bis 18. März) für jede abgegebene Stimme dazu verpflichtet einen Betrag für die Kriegsopfer in der Ukraine zu spenden.

Ich bin dafür für diese Möglichkeit auf Budget für Werbung und Inserate, um die Wiener Ärzteschaft auf die laufende Wahl hinzuweisen, zu verzichten. Denn hoffentlich wird auch diese Maßnahme noch mehr Kollegen dazu motivieren, ihre Stimme abzugeben. Für Ukrainer in Not und als Symbol für den Wert der Demokratie.

Als Präsident der Ärztekammer werde ich mich deshalb dafür einsetzen.

ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres
Präsident der Ärztekammer für Wien
Präsident der Österreichischen Ärztekammer

Die weibliche Form ist der männlichen Form in diesem Blog gleichgestellt; lediglich aus Gründen der Leseverständlichkeit wurde das generische Maskulinum gewählt.

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