Die Zecken kommen!

Das Corona-Virus bleibt. Impfen ist dringlich, Abstand halten ein Must!

Experten prophezeien für diesen Sommer eine wahre Zecken Invasion. Sogar in Höhen von bis zu 1.500 Metern. Und viele Experten warnen davon, dass es zu einer zweiten Corona-Welle kommt. Vorsorge – sprich Zeckenschutzimpfung – und Vorsicht – sprich Abstand halten, nicht in Kriegsregionen reisen und Hygienevorschriften penibel beachten – sind geboten. Für die Zeckenimpfung – vor allem eine Auffrischungsimpfung – ist es nicht zu spät. Corona heißt. Disziplin auf Dauer.

Immerhin wurden im Jahre  2019 mehr als 108 FSME-Erkrankungen registriert, mehr als die Hälfte davon mit ernsthaften und dauerhaften Folgen. Bedingt durch heiße Sommer klettern die Zecken immer weiter in die Höhe. Da zu erwarten ist, dass mehr Österreicher, als in den vergangenen Jahren, ihren Urlaub im Lande – zum Wandern, Radfahren oder für den Badeaufenthalt – verbringen werden, rechnet man mit mehr FSME-Erkrankungen, insbesondere bei jungen Menschen und Kindern. Zwar ist die Durchimpfungsrate mit mehr als 70 Prozent im internationalen Vergleich zufriedenstellend, bei der notwendigen Auffrischungsimpfung sinkt sie allerdings dramatisch. Deshalb: Zeckenimpfung ist dringlich zu empfehlen.

Dass man jetzt schon an eine Grippeimpfung erinnert und breit kommuniziert, erscheint mir ebenso notwendig. Gerade in den ersten Monaten sollte man versuchen zu vermeiden, dass die Krankenhäuser überlastet sind. Schließlich müssen Kapazitäten für Corona bereitgehalten werden.

Apropos Corona: In Schweden steigen die Infektionszahlen dramatisch an, die Todesrate ist unverändert hoch. Selbst der Chef-Epidemiologe hat eingestanden, dass man mit dem „Liberalismus-Konzept“ Fehler gemacht habe.

Mittlerweile ist Corona nach den lateinamerikanischen Staaten in Afrika angekommen. Und in einigen europäischen Ländern, die zu früh gelockert haben, steigen die Infektionsfälle wieder an: besonders eklatant ist das in Polen.

In den USA breitet sich das Virus ebenfalls wieder stärker aus, weil einzelne Bundesstaaten die Regeln lockerten. M Deutlich mehr als 100.000 Tote werden erwartet.

Ab Juli werden wieder Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Besuchern erlaubt, in Serbien wurde am Fronleichnamstag ein Fußballspiel mit 20.000 Besuchern abgewickelt, wo die Fans Schulter an Schulter saßen, jubelten, einander umarmten .Kann das gut gehen ?

In Österreich erwägt man, zumindest teilweise bei den Autorennen in Spielberg zuzulassen.

Die Grenzöffnungen finden deutlich früher als erwartet statt, bereits an diesem Wochenende kam es zu Staus, etwa an der slowenischen Grenze.

Ich werde nicht aufhören zu warnen. Schon Sigmund Freud sagte: „Die Stimme der Vernunft ist leise, aber sie ruht nicht, ehe sie nicht Gehör verschafft hat.“

Noch etwas möchte ich anmerken: Während allerorts Gelassenheit einzukehren scheint, steigt der Stress bei den ohnehin ermüdeten Ärzten. Es müssen hunderte Operationen nachgeholt werden, Therapien fortgesetzt und intensiviert werden. Und irgendwann möchten auch die Ärzte Urlaub machen. Sie haben ihn mehr als viele andere verdient.

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