Gesundheit geht vor Ökonomie ! Trotz Teilöffnung des Handels:So viel wie möglich Zuhause bleiben.

Seit heute kann man – zumindest in kleineren Geschäften – wieder einkaufen: bei starker Reglementierung und mit Mund-Nasen-Schutz. Es ist ein Experiment. Und kann jederzeit gestoppt werden, wenn die Zahl der Infizierten signifikant ansteigt. Denn: Gesundheit hat absolute Priorität. Ebenso wie der bestmögliche Schutz der Risikogruppen.

Derzeit gibt es noch genügend freie Intensivbetten. Und es gibt mehr Masken und Schutzanzüge für das exponierte medizinische Personal und die Ärzte, gleichgültig ob Krankenhausärzte, Kassenärzte oder Nichtvertragsärzte, aber wir benötigen noch mehr Schutzausrüstung. Der Nachschub funktioniert nicht einfach, am Maskenmarkt werden wahre Schlachten ausgefochten, und die heimische Produktion muß erst in die Gänge kommen, bei allen begrüßungswerten Initiativen der letzten Tage.

Corona ist nach wie vor gefährlich: und kreist gewissermaßen um die Welt. China und Singapur – oft als Vorbilder in der Bekämpfung genannt – weisen wieder steigende Infektionsraten auf, gewissermaßen dem „Import“ geschuldet. Und in vielen entfernten  chinesischen Provinzen, die bislang nicht betroffen waren – oder verschwiegen wurden – kommt es zu neuen epidemischen Entwicklungen.

Es ist psychologisch erklärbar und nachvollziehbar, dass die Menschen – Konsumenten und Angestellte – wieder zur Normalität zurückkehren möchten. Vor allem diejenigen, die in beengten Verhältnissen zu dritt, zu viert oder mehr zusammenwohnen mussten, weder Balkon noch Garten haben. Sie brauchen jetzt ein Gefühl der Freiheit.

Klar aber ist: Die öffentliche Mobilität wird sich deutlich erhöhen. Es werden mehr Schüler die Betreuung vor Ort in Anspruch nehmen, und es wird zu Schlangen vor Geschäften und zu erhöhten Kontaktchancen kommen.

Als Ärzte müssen wir warnen: Der Höhepunkt ist längst noch nicht überschritten. Und wir brauchen verstärkte Schutzmaßnahmen für jede, die seit einem Monat und länger gestresst und mit enormen Engagement sich um Patienten kümmern.

Deshalb: Schutzgeräte und Masken kaufen, koste was es wolle. Vorräte anlegen statt Loch auf Loch zu. Bislang hat sich Österreich vorbildlich verhalten. Nachlassen und laissez faire wären fatal.

 

 

 

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