Jetzt droht der Kollaps.Lockdown. Impfstoff kaufen. Jetzt tritt ein was befürchtet wurde.

Das Virus breitet sich nicht mehr linear, sondern latent exponentiell aus. Vor allem in Ostösterreich. Die Intensivstationen in den Spitälern sind ausgelastet. Bald werden sie nicht mehr in der Lage sein, alle Patienten aufzunehmen. Es helfen nur zwei Maßnahmen: radikaler Lockdown und Minimierung der Bewegungen. Und rasch Impfstoff einkaufen, koste es was es wolle, komme er her, wo er solle.

Das ewige Warten auf Lieferungen die laut EU-Verträgen kommen sollten, muss gestoppt werden. Österreich muss selbst in der Lage sein, Impfstoffe zuzulassen und einzukaufen. Sonst droht das Ende der Gesundheitsversorgung, wie wir sie gewohnt sind.

 Die Impfstoffe, wenn sie da sind, müssen zentral verteilt werden. Die Einbindung der niedergelassenen   Ärzte ist notwendig. Sie können- bei genügend Impfstoff- für eine zügige Impfung garantieren du haben den Vorteil, dass sie ihre Patienten gut kennen.

 Wir müssen jetzt Impfstoffe einkaufen, damit wir im April einen wesentlichen Teil der Bevölkerung zumindest erst durchimpfen. Sonst droht uns ein Kollaps, dessen Konsequenzen schwer vorauszusagen sind.

Für die nächsten Wochen hieße  das: Ausgangssperren, Schließen der Läden, strenge Maßnahmen zur Reduktion der Bewegung – Schulferien verlängern oder Schulen schließen. Seit Monaten trommeln wir, die Regierung möge Impfstoffe einkaufen.

 Mittlerweile drohen Unternehmen, dies selbst zu tun, auch unter Billigung von rechtlichen Konsequenzen.

Deutschland hat weniger Fälle als wir, im Verhältnis zur Bevölkerung und sperrt das Land radikal zu. Inzwischen gewinnen andere Länder den Wettlauf mit der Pandemie. Die UK impfen Rekordmengen, in Chile, ja selbst in den ehemaligen osteuropäischen Staaten Slowakei, Tschechien oder in ex-jugoslawischen Staaten wie Serbien werden Durchimpfungsquoten erreicht, von denen Österreich nur träumen kann.

Alle genannten Länder haben eine wesentlich schlechtere Gesundheitsversorgung als Österreich. Diesen Asset dürfen wir nicht verspielen, wir müssen auch dafür sorgen, dass alle anderen Patienten gut behandelt werden.

Nochmals : Impfstoff besorgen, gut verteilen, rasch impfen. Sonst verlieren wir den Kampf gegen die Pandemie.

ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres
Präsident der Ärztekammer für Wien
Präsident der Österreichischen Ärztekammer

Die weibliche Form ist der männlichen Form in diesem Blog gleichgestellt; lediglich aus Gründen der Leseverständlichkeit wurde die männliche Form gewählt.

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