Jetzt ist Zeit für ein Dankeschön.

Nicht NUR lobende Worte, sondern ordentliche Prämien.

Nach mittlerweile mehr als einem Jahr der Pandemie und herausragenden Leistungen der Mitarbeiter im Gesundheitssystem ist Zeit, Danke zu sagen. Nicht nur in Form von Lob und schönmalerischen Worten, sondern in Form von Taten.

Geld für alle Im Gesundheitsbereich Tätigen.

Die Prämien-oder Anerkennungshonorare – für Mitarbeiter im Gesundheitswesen müssen deutlich erhöht werden. Tausende ÄrztInnen, PflegerInnen und andere MitarbeiterInnen im Gesundheitsdienst, aber auch MitarbeiterInnen in Teststraßen etc. haben in diesem Jahr kaum Urlaub gemacht, tausende Überstunden angesammelt, ihr eigenes Leben gefährdet, um anderen zu helfen.

Dank der raschen Entwicklung von effizienten Impfstoffen scheint es, als ob der Wettlauf gegen die Pandemie zumindest in der ersten Etappe gewonnen ist. Jetzt geht es „nur“ noch darum, jene Bevölkerungsgruppen zu impfen, die bislang nicht drangekommen sind oder skeptisch sind. Im Klartext: die Kinder, die Jugendlichen und die Impfverweigerer.

Und jetzt die Kinder, Jugendlichen und Jungen impfen – möglichst rasch

Das bedeutet noch mehr Impfstoff, noch mehr Überzeugungskraft, noch mehr Einbindung des niedergelassenen Bereiches. Das bedeutet aber auch: einen neuen Motivationsschub. Mehrere Vertreter der Sozialpartner haben zurecht moniert, dass die bislang versprochenen Prämien zu gering seien. Dieser Meinung schließen wir uns an.

Es sei den MitarbeiterInnen, die in der Pandemie übermenschliches geleistet haben, zumindest ein Tausender netto zugestanden. Oder eine adäquate Gegenleistung.

Der Staat kann sich Prämien leisten

Wir sind trotz der vielen Schulden, die in den vergangenen Monaten getätigt wurden, immer noch ein enorm reicher Staat. Und es wäre nur anständig, statt täglichen Politikhickhack zu betreiben, solidarisch im Parlament eine Dankesprämie zu beschließen, die auch sofort und netto ausbezahlt wird.

Impfstoff kaufen

Denn mittlerweile haben auch MitarbeiterInnen im Gesundheitswesen einen Urlaub verdient oder ein paar Tage Ruhepause, in denen sie vieles davon vergessen können, was im vergangenen Jahr geschehen ist.

Denn eines muss uns allen klar sein: ob wir einen sorglosen Herbst und Winter erleben, ist keineswegs klar. Da ist einerseits der Mangel an Impfstoff, andererseits die Gefahr von Mutationen insbesondere deren Import nach dem Ende der Tourismussaison und die Gefahr, dass sich Schulen zu Infektionsbeschleunigern entwickeln, wenn Kinder und Lehrer nicht durchgängig geimpft werden.

Aus diesem Grund jetzt ein Danke. Das gehört sich, und das ist vielleicht auch ein Motivationsschub, noch einmal die Kräfte zu sammeln, falls sie im Herbst notwendig werden.

ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres
Präsident der Ärztekammer für Wien
Präsident der Österreichischen Ärztekammer

Die weibliche Form ist der männlichen Form in diesem Blog gleichgestellt; lediglich aus Gründen der Leseverständlichkeit wurde die männliche Form gewählt.

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