Jetzt: Nachhaltig in Gesundheit investieren! 40 Millionen Ärzte und Pflegekräfte unterzeichnen Resolution an die G20 Staaten.

Weltweit fordern Medizinverbände (Ärzte und Pfleger) profunde und nachhaltige Investitionen in das Gesundheitssystem, in Forschung und Vorsorge. Auch die WHO stellt sich hinter diese Resolution.

„Wir müssen die Welt widerstandsfähiger gegen gesundheitliche Risiken machen“, heißt es und weiter: „Die COVID-19 Pandemie hat Ärzte und Pfleger mit dem Tod und einer gefährlichen Krankheit konfrontiert  und sie solchen psychischen Belastungen ausgesetzt, wie es sie seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat. Ein Teil der Belastungen hätte sich durch angemessene Investitionen in die Pandemie-Prävention verhindern lassen. Aus diesen Fehlern muss die Welt lernen.“

Die Kernforderungen: Investitionen in öffentliche Gesundheit, saubere Luft, saubere Wasserversorgung und gesunde Ernährung.

„Die aktuelle Pandemie ist kein Zufall. Artensterben, Naturzerstörung und Klimawandel erhöhen das Risiko, dass Krankheit von Tieren auf den Menschen überspringen und sich ausbreiten.“

Diese Resolution ist voll und ganz zu unterstützen: Die Entwicklung eines Impfstoffes allein ist zu wenig. In Österreich herrscht ein Milliardenbedarf für die Sanierung von öffentlichen Krankenanstalten, ebenso wie man dramatisch rasch mehr Pflegebetten – und ein Reservoir an Intensivbetten – schaffen muss. Und: wir brauchen deutlich mehr Ärzte und deutlich flexiblere Dienstzeiten, gerade weil der Ärzteberuf in Zukunft dominant ein weiblicher sein wird. Und wir müssen – jetzt und sofort – in Prävention investieren: Gesundenuntersuchung, Gesundheitserziehung, Früherkennungsmaßnahmen. Impfpflicht – wenn notwendig werden die Impfkosten von der Sozialversicherung getragen werden müssen.

Es fehlen in den kommenden Jahren, wenn man ein wirklich redundantes System aufbauen möchte, was notwendig ist, etwa 10.000 Ärzte und beinahe 100.000 Pflegekräfte.

Das Ganze müsste auch Ökonomen einleuchten: Denn sie können live mitverfolgen, welche wirtschaftlichen Katastrophen eine Bedrohung von Gesundheit und eine Überlastung des Gesundheitssystems auslösen. Und das kann selbst den Liberalismus-Hardlinern nicht gleichgültig sein.

Und noch eine Erkenntnis, ja geradezu eine Verpflichtung Das Gesundheitswesen muss ein öffentliches sein, das mit genügend Mitteln ausgestattet sein muss. Das gilt auch für die Altenpflege. Private Zusatzleistungen als Ergänzung? Das ja, aber niemals als Ersatz.

 

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