Jugendliche Impfen- es kann und muss losgehen.

Schulkinder noch im Sommer impfen.

Biontec/Pfizer darf nun auch an 12- bis 16-jährigen verimpft werden: Das sind mehr als 400.000 Jungen Menschen in Österreich. Und das bedeutet: Regelunterricht kann in den Schulen wieder stattfinden. Viele Eltern können aufatmen. Wenn : ja wenn es genügend Impfstoff und genügend viele Impfwillige gibt.

Aufklärung tut not. Eine Info-Kampagne allein tut es nicht. Man muss diejenigen einbinden, welche das Vertrauen der Eltern und Kinder besitzen – die Hausärzte. Sie haben die Überzeugungskraft und die sachlichen Argumente, die für eine Impfung sprechen. Ihr Ratschlag wird – in den meisten Fällen – ernst genommen. Und sie sollten auch in den Ordinationen impfen, wenn sie genügend Impfstoff erhalten. Da mangelt es noch an vielen Ecken und Enden, dass viele Ärzte schon frustriert sind und sich überlegen, ob sie an die Impfaktion überhaupt noch teilnehmen sollen.

Deshalb der Appell an die Regierung und das Gesundheitsminsterium: Kauft Impfstoff, woher ihr ihn auch bekommen mögt. Und verteilt ihn gerecht an die niedergelassenen Ärzte.

Impfstrassen allein sind nicht genug. Gerade in ländlichen und kleinstädtischen Regionen sind die Hausärzte näher und leichter erreichbar.

Wenn wir einen geregelten Herbst wollen, müssen wir den Sommer für das Impfen jener nutzen, die bislang noch nicht drangekommen sind oder nicht überzeugt sind. Dann könnten wir eine Durchimpfungsquote von etwa 60 bis 70 Prozent erreichen.

Und im Herbst sollte man  auch rechtzeitig mit den Auffrischungsimpfungen beginnen. mRNA Impfstoffe haben zudem den Vorteil, dass sie rasch an Mutationen angepasst werden können – und Mutationen wird es geben. Denn Covid 19 scheint ein besonderes „schlaues“ Virus zu sein- es wird nicht verschwinden. Und Impfen wird zur jährlichen Selbstverständlichkeit werden müssen.

Deshalb: Bedenken Sie endlich die niedergelassenen Ärzte. Sie sind der Schlüssel zum Erfolg!

ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres
Präsident der Ärztekammer für Wien
Präsident der Österreichischen Ärztekammer

Die weibliche Form ist der männlichen Form in diesem Blog gleichgestellt; lediglich aus Gründen der Leseverständlichkeit wurde die männliche Form gewählt.

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