Kaufen, was es gibt.

Österreich muss für Impfstoffe mehr Geld ausgeben.

Das österreichische Impfprogramm droht zu scheitern -oder endlos in die Länge gezogen zu werden.Dagegen gibt es nur eine Abhilfe: Impfstoffe kaufen, wo man sie bekommt. Beispielsweise hat sich mittlerweile herausgestellt, evidenzbasiert, dass das russische Covid-19 Mittel Sputnik hohe Wirkungsgrade ausweist.

Ungarn hat als einziges EU-Land bereits Sputnik-Impfstoffe gekauft und verimpft, die Deutschen überlegen noch. Die österreichische Bundesregierung hat beschlossen den Lockdown etwas zu lindern, sodass Handelsgeschäfte ihre Waren allerdings unter strikten Konditionen verkaufen können. Nicht alle sind damit einverstanden. Und warnen.

Deshalb meine Bitte an uns alle,die wir Konsumenten sind: Zurückhaltung wo es geht, Kontakte vermeiden, rigide Abstand halten. Die Selbstdisziplin ist wesentlicher denn je, um weitere Ansteckungen zu vermeiden noch dazu, da man vermutet, dass der südafrikanische und der brasilianische Virus-Mutant durchaus auch Menschen, die bereits an Covid 19 erkrankt und genesen sind, wieder infizieren könnte. Vorsicht ist angesagt.

Vom gesundheitspolitischen Standort hergesehen, der durchaus auch ein ökonomischer  ist, muss so rasch wie möglich und so effizient wie möglich geimpft werden. Weltweit hat sich ein Bietermarkt ergeben, der in kürze zu Lizitationen führen wird. Österreich muss mitlizitieren, auch wenn es schmerzhaft ist. Doch die Summen, um die es dabei geht, sind klein angesichts der Ausgaben, die bisher schon gegen Corona getätigt wurden – von der Kurzarbeit bis zu Umsatzentgelten.

Ein zweiter wesentlicher Faktor kommt hinzu: Flächendeckende Impfungen sind nur durchführbar, wenn sie von den Hausärzten exekutiert werden können. Hausärzte sind vorrangig zu beliefern, zudem muss das Informationsgeschehen an die Ärzte intensiviert werden. Wir haben nicht mehr lange Zeit, denn die 4. Viruswelle ist im Anrollen. Dagegen hilft nur: Impfen, impfen, impfen, testen, testen, testen und Disziplin bzw. Vermeidung von Kontakten.

Die nächsten drei Monate werden entscheidend sein, wann sich ein annähernd „normaler“ Zustand wiederherstellen lässt.

ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres
Präsident der Ärztekammer für Wien
Präsident der Österreichischen Ärztekammer

Die weibliche Form ist der männlichen Form in diesem Blog gleichgestellt; lediglich aus Gründen der Leseverständlichkeit wurde die männliche Form gewählt.

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