Keine Verschwörungstheorien!!! AstraZeneca ist ein sicherer Impfstoff.

Österreich hat zu wenig Impfstoff, auch im Vergleich zu anderen EU-Staaten. Das ist ein Fakt. Rund um AstraZeneca sind in den vergangenen Tagen Gerüchte, Fehlinformationen und Halbwahrheiten kursiert. Festhalten möchte ich: AstraZeneca ist ein sicherer und absolut effizienter Wirkstoff. Auch für Menschen jenseits der 60 Jahre.

Wir müssen und wir sollen den Impfstoff nutzen und verimpfen. Damit schützen wir 100.000e Menschen in Österreich. Und zwar jetzt. Die Erfahrung zeigt: Wir haben es verabsäumt, rechtzeitig Impfstoff zu ordern. Jetzt sind wir im Wettlauf mit steigenden Infektionszahlen. Ob wir den Rückstand rechtzeitig aufholen können, ist fraglich und hängt von den Zahlen der Neuinfektionen, Erkrankungen und Aufenthalten in Intensivstationen ab. Deshalb gilt mehr denn je: Abstand halten, auf Hygiene achten, Hände waschen, möglichst wenig aus dem Haus gehen und nur absolut notwendige Tätigkeiten außer Haus verrichten.

Täglich hört man Nachrichten, wonach ganze Ortschaften oder Bezirke abgeriegelt werden. Das ist zwar gut, aber nur dann, wenn effizientes Contact Tracing stattfindet. Nicht ohne Grund fordert der renommierte Komplexitätsforscher Prof. Dr. Stefan Thurner, dass man mehr Daten zugänglich machen soll, anonymisiert, um der Forschung die Möglichkeit zu geben, die Ausbreitung von COVID-19 in allen seinen Mutationen zu kontrollieren, und rechtzeitig Menschen zu isolieren.

Die Komplexitätsforschung ist sehr hilfreich, und kann helfen, aber nur dann  wenn man ihr genügend Daten zur Verfügung stellt. Deshalb fordere ich, wie schon seit langem, eine bessere Zugangsmöglichkeit zu anonymisierten Daten.

Es bleibt uns nur eines: Impfstoff besorgen, rasch verimpfen, rasch auch die Bevölkerung schützen, und die Jungen, die Perspektiven suchen.

ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres
Präsident der Ärztekammer für Wien
Präsident der Österreichischen Ärztekammer

Die weibliche Form ist der männlichen Form in diesem Blog gleichgestellt; lediglich aus Gründen der Leseverständlichkeit wurde die männliche Form gewählt.

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