Tut was fürs Klima! Dann tut Ihr auch etwas für die Gesundheit. „Ja“ zum Klimaschutzvolksbegehren.

Der Klimawandel beeinträchtigt und gefährdet die Gesundheit. Das ist erwiesen. Die steigenden Temperaturen und signifikant häufigen Temperaturschwankungen belasten Herz und Kreislauf, die Verschmutzung der Luft  belastet  die Atemwege und erhöht das Krebsrisiko. Wer auf die Gesundheit achten will, muss auch für den Klimaschutz sein und umweltbewusst leben. Deshalb: Das Volksbegehren unterschreiben.

Es bedurfte erst der junge Greta Thunberg, bis das Bewusstsein über die Gefährdung des Weltklimas auch bei den Konsumenten ankam – das mag populistisch klingen und nach Starkult, ist aber Fakt.

Noch nie haben so viele – vor allem junge Menschen – sich derartig engagiert, wie bei der „Fridays for Future“ Bewegung.

Es ist gut, dass es mit der neuen Regierung erstmals ein Klimaschutzministerium gibt und dass Gesundheitspolitik und Umweltpolitik vernetzt betrachtet werden.

Zwei Phänomene werden gesundes oder ungesundes Leben in Zukunft besonders stark beeinflussen: die Digitalisierung und damit verbundene Bewegungsarmut und Konzentrationsminderung sowie die Suchtgefahr, und der Klimawandel und die damit verbundene extreme Schadstoffbelastung.

Für beides muss rechtzeitig Prävention einsetzten: bereits in der Schule und Vorschule und am Arbeitsplatz. Spielsucht und IT-Sicht werden erstmals auch als Krankheit anerkannt, jetzt geht es darum, die notwendigen therapeutischen Angebote zu gestalten. Hier ist Österreich wenig aktiv: es gibt lediglich ein anerkanntes Suchtbehandlungszentrum, das ursprünglich vor allem auf Alkohol- und Drogensucht spezialisiert war und heillos ausgelastet ist.

Wenn man bedenkt, dass 30% der Österreicher alkoholgefährdet sind, dass die Anzahl der Drogenkonsumenten – vor allem von „modernen“ synthetischen Drogen wie Extasy und Co. – steigt, dann muss man rasch handeln und umdenken.

Wir werden – und das betrifft auch uns Ärzte und unser Selbstverständnis als Diagnostiker und Therapeuten – uns umstellen müssen und den modernen Süchten mehr Aufmerksamkeit schenken. Wir müssen auch aktiv als Interesselobby für Klimaschutz und gegen Schadstoffemission eintreten.

Je ernster Umweltschutz genommen wird, umso effizienter kann auch die Gesundheitsversorgung gestaltet werden.

 

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